Meta Janssen-Kucz: „Die GroKo weiter auf dem Öl- und Gas-Trip – Kein Klimaschutz in Sicht“ Öl- und Gas-Fracking im Landkreis Leer und im Wattenmeer im großen Stil?

Am vorigen Freitag (16. August) hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die Genehmigung für die Erkundung der Öl-und Erdgasförderung auf einer Fläche von 82 Quadratkilometer im Landkreis Leer erteilt. Die Neptune Energy Deutschland GmbH, mit Sitz in Lingen, hat für fünf Jahre die Erlaubnis erhalten, nach Erdöl und Erdgas zu suchen. Gleichzeitig plant ein niederländisches Unternehmen im Wattenmeer die Erdöl- und Erdgassuche. Dies ist nach Ansicht der Grünen-Abgeordneten Meta Janssen-Kucz ein Schlag ins Gesicht aller, die eine entschlossene Klimaschutzpolitik und ein Ende fossiler Energien anstreben. Unsere Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin Meta Janssen-Kucz sagt:

„Die Erlaubnis zur Suche nach Erdöl und Erdgas hätte von der niedersächsischen Bergbaubehörde niemals erteilt werden dürfen! Wir müssen und wollen raus aus den fossilen Energien, wie Erdöl und Erdgas. Das erklären auch Ministerpräsident Stephan Weil und sein Umweltminister Olaf Lies gerne in Sonntagsreden, und gleichzeitig geht die Landesregierung den fossilen Weg weiter und macht durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie den Weg für weitere Förderung frei. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller, die eine entschlossene Klimaschutzpolitik und ein Ende fossiler Energien. Erst vor einer Woche hat die Bergbaubehörde mitgeteilt, dass ein niederländisches Unternehmen im Wattenmeer unmittelbar an der Grenze zu Niedersachsen ebenfalls nach Erdgas und Erdöl suchen möchte. Denn in den Niederlanden selbst wird die Förderung wegen Erdbebengefahr zurückgefahren.

Wasser-, Umwelt- und Klimaschutz bleiben bei der niedersächsischen Landesregierung schon in den Anfängen auf der Strecke. Das zeigen auch die nachlässigen Kontrollen bei der Erdölförderung in Emlichheim, wo mehr als vier Jahre lang kontaminiertes Wasser ins Erdreich sickern konnte. Verantwortlich wieder die Bergbaubehörde, die dem Wirtschaftsminister unterstellt ist. Schon jetzt wird in der Erdgasförderung das konventionelle Fracking eingesetzt wird – eine Gefahr für unser Trinkwasser.

Gesundheitsschäden durch Rohrleckagen oder bauliche Schäden durch Erdbeben spielen offenbar keine große Rolle.“