Kühe zurück in den Stall? Weidehaltung spielt für GroKo offenbar keine Rolle

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Kühe gehören doch nicht auf die Weide, scheint die neue Agrarministerin Otte-Kinast (CDU) zu denken. Obwohl sie von einem Milchviehhof kommt, gehen die Weidehalter beim Nachtragshaushalt 2018 leer aus. Die GroKo verteilt zwar 776 Millionen mehr, die Weideprämie in Höhe von 30 Millionen Euro ist nicht dabei.

„Insbesondere bei der sich abzeichnenden neuen Milchpreiskrise wäre eine Unterstützung der Weidehalterinnen und -halter notwendig, da die Grünlandprämie ausläuft“, so die grüne Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz aus Leer/Borkum. Freilandhaltung spiele offenbar keine Rolle bei der GroKo. An mangelndem Geld könne es jedenfalls nicht liegen, dass die GroKo die Weideprämie nicht eingeführt habe.

„Stattdessen sollen wieder große Kuhställe mit Ganzjahrstallhaltung gefördert werden, was vorher nicht der Fall war“, so Grünen-Politikerin Meta Janssen-Kucz. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte am Dienstag (27. Februar 2018) eine namentliche Abstimmung im Niedersächsischen Landtag beantragt. „Auch ostfriesische Abgeordnete von SPD und CDU haben gegen die Weideprämie gestimmt,“ zeigt sich Janssen-Kucz enttäuscht.

Übrigens: Das Thema Weideprämie hat auch die bekannte Kampagnen-Plattform Weact in einer Petition aufgegriffen: „Weideprämie statt Megaställe“ weact.campact.de/petitions/weidepramie-statt-megastalle