„Erschreckend lapidar“ Janssen-Kucz kritisiert Moorbrand-Bericht

„Es kann nicht sein, dass die Bundeswehr lapidar von falschen Einschätzungen und Verkennung der brisanten Lage beim Moorbrand spricht. Es soll jetzt eine etwas bessere Ausrüstung in Form von einer Drohne, zwei Moorraupen und einen Bagger und in der Ausbildung wird nachgesteuert und danach wird munter weiter Munition getestet, bis zum nächsten Großschadensfall.

Erschreckend ist auch die lapidare Feststellung, dass für die Feuerwehrleute und die Bevölkerung keine akute Gesundheitsgefahr bestanden habe, dass sagt aber nichts über die langfristigen Gesundheitsbelastungen durch die tage- und wochenlangen Rauchwolken aus.

Zumindest gibt die Bundeswehr zu, das sie von Belastungen durch Quecksilber oder Radioaktivität ausgegangen ist und das zeitweise Uranmunition in Meppen gelagert wurde. Von den immensen Menge von schätzungsweise über eine Million Tonnen CO2 und die Zerstörung eines Moores mit vielen seltenen Arten findet man nichts im Abschlussbericht. Das scheint die Bundeswehr nicht zu interessieren.

Mit den bisher aus dem Abschlussbericht bekannten Informationen stellen sich weitere Fragen, wie Annerkennung langfristiger Gesundheitsschäden, Ausgleich für die Naturzerstörung – aber auch die Frage, ob die WTD 91 überhaupt noch als Schießplatz aufrecht erhalten werden sollte.“