Groko kippt Fracking-Verbot Unverantwortliche Risiken für Mensch und Umwelt

Die rot-schwarze Landesregierung musste auf Nachfrage der Grünen einräumen, dass Fracking in unkonventionellen Lagerstätten nicht mehr wie bisher ausgeschlossen wird. Damit kündigt sie einen Landtagsbeschluss vom 16. Juli 2015 auf. „Damit vollzieht die GroKo eine Kehrtwende zugunsten der Fracking-Lobby“, kritisiert die Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Leer/Borkum).

Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte sich noch klar gegen den Einsatz der Fracking-Technologie in sogenannten unkonventionellen Lagerstätten und möglichen Probebohrungen ausgesprochen.

In Ostfriesland sind der Landkreis Leer in Bunde, Jemgum, Holtland und Leer sowie im Landkreis Aurich Brockzetel, Norderney, Siegelsum und Simonswolde in der Vergangenheit deutlich betroffen durch Vorhaben der Erdöl- und Erdgasförderung.

Meta Janssen-Kucz, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion und regionale Landtagsabgeordnete befürchtet, dass jetzt die Förderplätze in der Region in den Fokus für mögliche Fracking-Maßnahmen in unkonventionellen Lagerstätten geraten könnten. Janssen-Kucz: „Für mich ist klar, dass eine Gasförderung aus unkonventionellen Lagerstätten unverantwortbar ist. Rot-Schwarz verabschiedet sich zugunsten von wirtschaftlichen Interessen vom klaren Schutz von Mensch und Umwelt.“

Mit Blick auf die potentiellen Umweltfolgen für die Region fordert die Grünen-Abgeordnete: „Es darf zu keinen Fracking-Maßnahmen in unkonventionellen Lagerstätten kommt! Umweltminister Lies und insbesondere der für Bergbau zuständige Wirtschaftsminister Althusmann müssen alle der Landesregierung zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um Fracking in unkonventionellem Lagergestein zu verhindern! Angesichts der Quecksilberfunde in Nachbarschaft des Förderplatzes Idehörn bei Leer im vergangenen Jahr gilt es ein noch höheres Risiko für Mensch und Umwelt konsequent auszuschließen.“