Gemeinsamer ÖPNV in Stadt und Landkreis Leer wäre ein Gewinn für alle Eine intelligente Verknüpfung, attraktive Tarife etc. könnten ÖPNV viel attraktiver machen

Wenn wir den Busverkehr in der Stadt Leer verbessern wollen, so gelingt das nicht, wenn wir uns nur auf das Stadtgebiet konzentrieren – wir müssen größer denken und das Umland miteinbeziehen: Busse aus allen Richtungen pendeln nach Leer ein. Eine intelligente Verknüpfung, attraktive Tarife und weitere Maßnahmen könnten den ÖPNV bedeutend attraktiver machen. Diese Position vertritt die Gruppe der Grünen/CDL im Rat der Stadt Leer.

Ein Stadtbusverkehr, der sich nur auf die relativ kleine Fläche der Stadt Leer bezieht, ist ökologisch und ökonomisch nicht sinnvoll zu organisieren. In einer Stadt, in der in einem Radius von 2-3 km vom Stadtkern aus fast alle Einwohner leben, ist der Busverkehr nur für wenige Menschen attraktiv. Autofahrerinnen und Autofahrer finden hier immer einen Parkplatz, das Fahrrad ist fast immer das Verkehrsmittel der ersten Wahl (oder müsste es sein). Deshalb fahren die Busse häufig ohne Fahrgäste durch die Stadt. Jetzt nur die Stadtbusse statt im Stunden- im Halbstundentakt fahren zu lassen, würde nur die Zahl der „Leerfahrten“ erhöhen.

Trotzdem brauchen wir besonders für ältere Menschen einen ÖPNV. Um den besser ausbauen zu können, muss in erster Linie das Planungsgebiet erweitert werden und darf nicht an den Stadtgrenzen enden. Stadt und Landkreis müssen stärker als ein Verkehrsverbund betrachtet werden mit dem gemeinsamen Ziel, in der Stadt und im Umland den öffentlichen Nahverkehr zu auszuweiten.

Solche Überlegungen haben in der bisherigen Diskussion um den zukünftigen Busverkehr noch keine Rolle gespielt, obwohl wir sowohl im Landkreis als auch in der Stadt in diesem Bereich Defizite haben. Fachleute und Verantwortliche der Stadt und des Landkreises müssen sich an einen Tisch setzen und eine Lösung für einen gemeinsamen attraktiven, regionalen und städtischen, Busverkehr finden.