Enercon: Krokodilstränen schaffen keine Jobs CDU und andere mit "Windkraftverhinderungspolitik" mitverantwortlich für Krise

Ostfriesland ist hart getroffen durch den massiven Stellenabbau in der Windenergiebranche – allen voran bei Enercon. Dies ist umso schlimmer, da Enercon selbst, die IHK aber auch die Arbeitnehmervertreter seit Jahren darauf hinweisen, dass sich die Politik klar für den Ausbau der Windenergie positionieren muss.

Aus allen politischen Lagern lassen sich nun Bestürzung und Solidaritätsbekundungen vernehmen. Die GRÜNEN im Kreistag Leer halten diese Krokodilstränen für Heuchelei. „Wenn sich die Regierungsparteien in Berlin und Hannover konsequent für den Ausbau der Windenergie eingesetzt hätten, müssten wir jetzt nicht über eine sozialverträgliche Ausgestaltung des Stellenabbaus diskutieren, so Tammo Lenger, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag Leer.
„Der Bund hat die Windenergie eiskalt abgewürgt und die Landesregierung kann sich nicht auf verbindliche Abstandsregelungen im Windenergieerlass und im Landesraumordnungsprogramm einigen. Diese Arbeitsverweigerung beschert unserer Region nun diese massiven Probleme.

„Auch im Landkreis Leer gibt es Bremser und Blockierer. Das darf bei all der Bestürzung nicht vergessen werden,“ erklärt Lenger weiter und ergänzt: “Wer, wie die CDU und andere, im Kommunalwahlkampf Ängste vor der Windkraft schürt und im Kreistag eine Windenergieverhinderungspolitik betreibt, der ist mitverantwortlich für die Krise bei Enercon. Wir erwarten jetzt von den sogenannten wirtschaftsfreundlichen Parteien ein klares Bekenntnis zum Windenergiestandort Ostfriesland und entsprechendes Handeln.“