Oldersum/Leer. Über 100 Menschen haben am Mittwoch vor dem Leeraner Kreishaus in der Bergmannstraße gegen die drohende Abschiebung von Diane Kuoame und ihren Kindern demonstriert. Mit dabei: Vertreterinnen und Vertreter der Grünen, denn Kreis- und Ortsverband Leer der Grünen erklären sich solidarisch mit der örtlichen Initiative, die für das Bleiberecht der Oldersumer Familie kämpft. „Menschen, die sich hier integrieren möchten und dies beweisen, dürfen nicht von Abschiebung bedroht sein“, so die Grünen in einer gemeinsamen Erklärung.

„Wir brauchen ein System, das schützt – und keines, das traumatisiert“, so ein zentrales Zitat der Kundgebung. Die Unterstützung in Oldersum, im Landkreis sowie in der Stadt Leer ist riesig: so gibt es aktuell 2.100 Unterschriften für das Bleiberecht. 165 Kinder haben ebenfalls unterschrieben. Viele Familien und Kinder haben Briefe geschrieben und Bilder gemalt, weil sie ihre Freundin nicht verlieren wollen. Örtliche Vereine, Bauernschaft und Nachbarn stellen sich klar an die Seite der Familie.

Zwei Kinder sind hier geboren, die Familie ist längst Teil der Gemeinschaft. Doch wegen eines fehlenden Stempels aus der Elfenbeinküste droht weiter die Abschiebung. Aktuell gibt es eine Duldung für 12 Wochen – erreicht durch den Einsatz der Oldersumer Initiative und der afrikanischen Diaspora. Doch die Menschen im Dorf sind sich einig: Sie kämpfen weiter, bis die Familie bleiben darf: „Es geht nicht um Paragraphen – es geht um Menschen.“