Auf Einladung des Schulzentrums Collhusen (Landkreis Leer), hatten Meta Janssen-Kucz, Landtagsvizepräsidentin und MdL a.D. für Bündnis 90/Die Grünen und Hedwig Daute, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat der Gemeinde Westoverledingen Ende August Gelegenheit, sich Fragen der Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen zu stellen.
Die SchülerInnen hatten sich intensiv im Unterricht mit ihren Lehrkräften auf dieses Gespräch vorbereitet und viele Fragen mitgebracht, unter anerem auch persönliche Fragen zum Verdienst einer Abgeordneten und welche Autos gefahren werden. Alle Fragen wurden offen und ausführlich beantwortet.
Auf die Frage, wie Schule nachhaltiger gestaltet werden könne, antwortete Hedwig Daute als Kommunalpolitikerin: „Es gibt 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die auch auf eine Schule zutreffen. Darunter sind der freie Zugang zur Bildung für alle gesellschaftlichen Gruppen und Schichten, der sparsame Ressourcenverbrauch im Schulalltag und die klimaschützende, treibhausgasneutrale Energieversorgung beispielhaft zu nennen.“
Auf die Frage, was Meta Janssen-Kucz als ihren größten Erfolg während ihrer langjährigen Tätigkeit im Landtag bezeichnen würde: „Endlich wurde zur Verbesserung des Klimaschutzes und zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt die Neugenehmigung zum Torfabbau verboten. Moore binden mehr CO2 als alle Wälder der Welt. Und auch das Windbeteiligungsgesetz gehört dazu, mit dem endlich Gemeinden und Bürger an der Wertschöpfung beteiligt werden und nicht nur die Investoren Geld mit erneuerbaren Energien verdienen. Das heißt für die Gemeinde Westoverledingen, dass sie ungefähr 25.-30.000 € im Jahr pro neu errichteter Windkraftanlage einnimmt und für die Gemeinde investieren kann.“
Auch zur Migrationspolitik, Atomenergienutzung und Batterieherstellung bzw. Rohstoffförderung wollten die Schülerinnen u.a. Antworten und Stellungnahmen hören. Insgesamt war es ein sehr interessanter und spannender Austausch in freundlicher und respektvoller Atmosphäre, bei der die vorgesehene Stunde fast nicht reichte.
Beide Politikerinnen haben angeboten, jederzeit wieder zum Gespräch in die Schule zu kommen, denn Themen gab es genügend, die den SchülerInnen unter den Nägeln brennen. Meta Janssen-Kucz bot den Schulklassen an, gerne Besuche im Landtag zu vermitteln. Davon wurde zwischenzeitlich schon Gebrauch gemacht.