Gasbohrungen stellen Risiko für Borkums Wasserversorgung dar
Über die Funktionsweise und Bedeutung des neuen Wasserwerks im Ostland haben sich die beiden Bundestagsabgeordneten Ricarda Land und Filiz Polat sowie der Landtagsabgeordnete Stephan Christ informiert. Mit dabei waren auch Mitglieder des Grünen Ortsverbands Borkum.
Bei einem Besuch des Neubaus erklärten der Geschäftsführer der Nordseeheilbad Borkum GmbH, Raphael Warnecke und Henning Krolage, Bereichsleiter Netze, wie die Insel dank der unter ihr liegenden Süßwasserlinse autark mit Trinkwasser versorgt wird. Sie beschrieben den Besucher*innen, welche Herausforderungen sich für die Versorgung im Jahres- aber auch im Tagesverlauf ergeben, dadurch dass Borkum stark vom Tourismus geprägt ist. Warnecke: „Am Wasser können wir im Sommer genau sehen, wann die Menschen vom Strand zurückkommen und Duschen. Dann gibt es den größten Peak.“ Im Winter dagegen werde viel weniger Wasser gebraucht. Verstärkt würden diese Schwankungen durch den Klimawandel. Das neue Wasserwerk soll helfen, dies besser auszugleichen.
Mit Blick auf die geplanten Erdgasbohrungen, betonte Warnecke auch, dass diese eine Gefahr für Borkums Trinkwasserversorgung seien. Die Wasserlinse unter der Insel könnte durch Erdbeben beschädigt werden, die von den Bohrungen verursacht werden. „Sollte das passieren, können wir uns in Zukunft nicht mehr autark mit Trinkwasser versorgen und müssten es per Rohrleitung vom Festland beziehen.“
Die Besucher*innen lehnten die Gasbohrungen kategorisch ab. Filiz Polat: „Wasser ist unser höchstes Gut. Die Süßwasserlinse ist für die Borkumerinnen und Borkumer von enormer Bedeutung. Es ist unverantwortlich von der Bundesregierung, dieses Trinkwasserreservoir durch die Erdgasbohrungen zu gefährden.“
