Borkumer Grüne freuen sich über Gerichtsurteil zur Einstufung von Steinriffen
Auf Borkum wurde gegen weitere Gasbohrungen protestiert. Bild: privat
Die Borkumer Grünen freuen sich über ein richtungsweisendes Gerichtsurteil zur Einstufung von Steinriffen – auch hinsichtlich der Gasbohrungen. Das zuständige Niederländische Gericht, die Rechtbank Gelderland, hat am vergangenen Dienstag der Klage der Deutsche Umwelthilfe, der Initiative Saubere Luft Ostfriesland, Doggerland Foundation und der Mobilisation for the Environment (MOB) stattgegeben:
Es muss nun erneut von den niederländischen Behörden überprüft werden, ob diese Fläche „Borkumse Stenen“ mit den seltenen Steinriffen als Natura-2000-Schutzgebiet einzustufen ist. Den Antrag hierauf hatte das niederländische Fischereiministerium im Sommer 2024 abgelehnt, wobei es wohl von der gängigen Definition eines „Riffs“ abgewichen war und andere schwerwiegende Informationen nicht beachtet hatte. Hiergegen richtete sich die Klage.
„Wir freuen uns riesig über diesen Etappensieg zum Schutz der empfindlichen Steinriffe vor unserer Heimatinsel und die möglichen Auswirkungen auf die Erlaubnis, nach Gas im Wattenmeer zu bohren“, so Claudia Kreußel. One-Dyas, zum Termin beigeladenen Konzern, hatte lediglich den Taschenspielertrick auf Lager, die Klagebefugnis der Organisationen und die Frage, ob die Beantragung der Ausweisung überhaupt möglich sei, im Zweifel zu ziehen. Diese Zweifel wies das Gericht klar zurück. „Wir unterstützen die Forderungen der Deutsche Umwelthilfe und ihrer Partner, die Gasbohrungen auszusetzen, solange der Schutzstatus von Teilen des Bohrgebietes nicht abschließend geklärt sind“, stellt Meta Janssen-Kucz klar.